Kerman: Heaven of Mines und mehr

Porträt einer reichen iranischen Provinz und ihrer Potenziale – von Sara Adhami

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Iran und Deutschland haben eine sehr lange Tradition. Die Grundsatzeinigung im Atomstreit und die Aufhebung der Sanktionen, aber auch die Wiederwahl von Präsident Rohani bedeuten einen Neustart der Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern. Das heißt für deutsche Unternehmen, sich nun vor Ort zu platzieren und von Anfang an dabei zu sein. Iran bietet deutschen Unternehmen Raum für neue, aber auch altbewährte Potenziale, Geschäfts- und Absatzmöglichkeiten. Der Iran ist mit einer Fläche von 1.648.000 Quadratkilometern fast fünfmal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Der Markt allerdings ist nicht nur auf die rund 80 Millionen Einwohner zu beschränken. Nein, vielmehr kann der Iran durch seine geografische Lage eine wichtige Hub-Funktion für seine Nachbarstaaten einnehmen. Das erweitert das Potenzial auf 400 Millionen Menschen bzw. Konsumenten. Weitere wichtige Charakteristika für den Iran sind eine innere Stabilität, Nachholbedarf und Innovationsstau, Qualitätsbewusstsein, starker Binnenmarkt und ein sehr hohes Bildungsniveau.

Die Provinz Kerman liegt im Südosten des Irans und ist mit einer Fläche von 180.726 Quadratkilometern die größte Provinz, welche 11 Prozent der Gesamtfläche des Irans ausmacht. In Kerman liegt der archäologische Fundort Dschiroft, nach dem die Jiroft-Kultur benannt ist (spätes 3. Jahrtausend v. Chr.). Die Region Kerman taucht später bei den Achämeniden als Satrapie Karmanien (lateinisch Carmania) auf. Die mittelalterliche Provinz Kerman hatte Zugang zum Persischen Golf bzw. zum Arabischen Meer und war zusammen mit Hormozgan der Kern der Reiche der Kerman-Bujiden (10./11. Jahrhundert), der Kerman-Seldschuken (11./12. Jahrhundert) und auch der letzten Zand-Prinzen der Neuzeit (18. Jahrhundert). Doch die Potenziale von Kerman sind nicht nur zu früheren Zeiten der Grund für florierende Geschäfte gewesen. Auch heute spielt Kerman eine zentrale Rolle in der iranischen Wirtschaft.

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